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15.12.2020

Eine Methode zur Schätzung des Ressourcenbudgets für eine nachhaltige Wirtschaft

Die Gewinnung von Primärrohstoffen bleibt auch in der Kreislaufwirtschaft ein notwendiger Input

Ressourcen sind die Grundlage unserer Wirtschaft. Doch ihre Gewinnung und Entsorgung belastet die Umwelt.

​Die Umweltauswirkungen bei der Ressourcengewinnung einzudämmen, ist für eine nachhaltige Gesellschaft zentral. Deshalb muss der Ressourcenverbrauch auf ein Ausmass gesenkt werden, das für die Erde erträglich ist.

Ressourcen sind die physische "Währung" unserer Wirtschaft. Um in Erfahrung zu bringen, wie viel von einer bestimmten "Währung" verfügbar ist, entwickelte eine Forschungsgruppe an der Empa eine Methode, bei der die Grenzen des Systems Erde in Ressourcenbudgets ausgedrückt werden. Von der Verfügbarkeit der ökologischen Ressourcen hängt es ab, welche jährliche Produktion als nachhaltig betrachtet werden kann. Damit lässt sich schätzen, wie viel einer bestimmten Ressource innerhalb der Grenzen des Systems Erde gefördert werden kann, wobei sowohl die Primärproduktion als auch die Entsorgung am Ende des Lebenszyklus zu berücksichtigen ist.

Bei dieser Methode werden verschiedene Allokationsszenarien, Technologien und Nachfragemuster durchgespielt. Eine Berechnung zur Verfügbarkeit von wichtigen Metallen auf der Basis der heutigen Produktionstechnologien und Nachfragemuster zeigt zum Beispiel, dass 2016 weltweit 40-mal mehr produziert wurde, als nachhaltig wäre.

Mit dieser Methode können wir die jährlichen Ressourcenbudgets schätzen und uns allen die Realität der Ressourcenknappheit einen Schritt näher bringen.

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Harald Desing Empa Lerchenfeldstrasse 5 9014 St. Gallen +41 58 765 75 13 harald.desing@empa.ch